Schabbatmodus tritt in Kraft am 03.03.2017 um Über die Verpflichtung, die Warnung auszurufen | ARO1 – Israel, der Nahe Osten & der Rest der Welt

Leicht gekürzte Übersetzung des Artikels von Nadia Matar and Yehudit Katsover, veröffentlicht auf IsraelNationalNews, Arutz Sheva am 11. Januar 2017.

Was wird der Premierminister (Binyamin Netanyahu) bezüglich seiner Vision zu den Gebieten A,B und C dem neugewählten US-Präsidenten mitteilen? Wird es sich dabei um Konzessionen handeln, oder wird es Israel zu Gute kommen, einen Freund im Weißen Haus zu haben?

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Nadia Matar und Yehudit Katsover

Nadia Matar und Yehudit Katsover sind Vorsitzende der Gruppe Frauen in Grün (Frauen für Israels Morgen)

 

Wenn sich einer der Propheten der Linken, der Autor A. B. Yehoshua, und sogar einer der Designer der Oslo Vereinbarungen, Yossi Beilin, laut über das Denkmodell der “Souveränität” Gedanken macht, dann muss in der Politik etwas im Gang sein. Wenn aber dann Premierminister Netanyahu von “zwei Staaten” spricht, wenn er sich an den designierten Präsidenten Trump wendet, dann geht ein großes rotes Licht an. Der Premierminister ist kein politischer Neuling und hat eine Menge eindrucksvoller Errungenschaften vorzuweisen, die Anerkennung verdienen, wie den Kampf gegen das iranische nukleare Abkommen und die Verhinderung der Errichtung eines palästinensischen Staates. Somit stellt sich die Frage: Was geht jetzt vor sich?

 

In einer Diskussion mit A. B. Yehoshua, sprach der (israelische) Präsident Reuven Rivlin über die Frage der Souveränität im Gebiet C und sein Gesprächspartner, der Schriftsteller, war davon überzeugt. Auch Yossi Beillin sagt, dass Souveränität im Gebiet C ihn nicht bekümmert, so lange die demographische Situation berücksichtigt wird. Der Minister Bennett spricht von der Souveränität im Gebiet C zusammen mit der Autonomie für die Araber in den Gebieten A und B (ohne israelische Souveränität).

 

All dies erweckt bei uns Besorgnis, und keine Freude und keine Begeisterung.

 

Man hat das Empfinden, dass sie sich in die Richtung von zwei Staaten bewegen! Sie planen Souveränität im Gebiet C, und sie planen, die anderen Teile des Landes Israel zu zerteilen. Sie planen Nablus (Sichem), Jenin, Ramallah und mehr aufzugeben, womit sie die Vision eines ungeteilten Israel aufgeben und den Staat Israel mit dem Hamastan zu umzingeln, das in den Gebieten A und B entstehen würde. (Und man vergesse nicht, das bestehende Gaza Hamastan, das nur darauf wartet, uns vom Süden her anzugreifen).

 

Dieses Empfinden hat uns die vergangenen paar Wochen begleitet, und es ist angesichts der Worte des Kommentators Ariel Kahane noch ausgeprägter geworden. Denn dieser hat in der vergangenen Woche in der hebräischen Zeitung Makor Rishon einen Artikel veröffentlicht, in dem er behauptet, dass gemäß seinen Quellen, der Premierminister einen Plan in Gang setzen wird, der für die Anwendung von minimaler israelischer Souveränität eintritt (nur Ma’ale Adumim und einige wenige der Siedlungsblocks), und die Araber würden in dem gesamten Gebieten von A und B fast Staatlichkeit erhalten, und sogar in Teilen des Gebietes C.

 

Wir müssen unverzüglich beginnen, einen Alarm gegen diesen Plan auszurufen; und wir müssen sicherstellen, dass das nicht der Plan sein wird, der dem Präsidenten Trump vorgestellt werden wird. Wir haben viele lange Jahre auf einen unterstützende Präsidenten im Weißen Haus gewartet, auf einen, der bereit ist, Überlegungen über die Anwendung von Souveränität im gesamten Gebiet anzuhören. In dem Moment, in dem das tatsächlich wahr geworden zu sein scheint, soll es da Israel sein, das anbietet, Teile von Judäa und Samaria aufzugeben, die Wiege unserer Heimat? Könnte es irgendetwas geben, das noch ironischer ist?

 

Man hört bereits jene Stimmen, die sagen: “Seid dankbar für das Gebiet C. Das ist, was ihr gewollt habt,” und “Israel wird allmählich erlöst werden…” oder “es hat 50 Jahre gedauert, bis wir an einem Konsensus für das Gebiet C angelangt sind. Warum stört ihr die Party?”

 

Wir stören die Party nicht, aber wir feiern auch nicht. Unter der Verkleidung einer nationalistischen Politik geben sie die Vision des Landes Israel auf!

 

Wir stimmen zu, dass Souveränität im Gebiet C angewandt werden muss, aber parallel dazu müssen wir Autonomie unter der Regierung Israels in den Gebieten A und B anwenden. Es ist wahr, dass das schwierig, verwickelt und vielfältig ist, aber das sollte uns nicht dazu bringen, aufzugeben und uns zurückzuziehen. Ein Zurückweichen von dem Prinzip am Land Israel in den Gebieten A und B festzuhalten, könnte leicht dazu führen, dass ebenso das Gebiet C aufgegeben wird.

 

Und wir sollten nicht vergessen: Wer hat das Gebiet geteilt und die Buchstaben (A,B,C) zugeteilt, dazu verschiedene Grade der Kontrolle, in Unverantwortlichkeit und ohne echtes Nachdenken über die Zukunft? Das sind dieselben Leute, die für die wahnhafte Vision der Oslo Vereinbarungen verantwortlich waren, jene Vereinbarungen gegen die wir vollkommen berechtig gekämpft haben. Heute betrachtet die überwiegende Mehrheit der Menschen in Israel Oslo als verfehlte Politik. Kann es jetzt sein, dass jetzt die politische Rechte dieselbe irregeleitete Teilung des Landes für sich übernimmt?

 

An all diejenigen gerichtet, die uns “wahnhaft” nennen möchten, sagen wir: Dieselben Worte wurden uns vor fünf, sechs Jahren entgegen geschleudert, als wir mit unserer Souveränitätskampagne begonnen haben. Die israelische Rechte hat nun eine eigene Vision präsentiert, eine zionistische, ethische, politische Vision, schneller als gedacht. Die Rechte ruft nicht länger, was nicht getan werden soll, sondern weiß, was getan werden sollte. Sie hat eine Richtung, und dieser Plan wurde mit großer Wirksamkeit auf der politischen Bühne vorgestellt.

 

Eine der Schlüsselfragen, die in der Diskussion aufgeworfen wird, ist die über den künftigen Status der Araber. Das ist in der Tat keine einfache Angelegenheit, aber es gibt verschiedene geeignete Möglichkeiten, um die rechtlichen, demographischen, sozialen und politischen Ebenen anzusprechen. Unter anderem, müssen wir die Wahlmöglichkeit des Wohnsitzaufenthalts überprüfen, wie er für die Araber in Jerusalem angewandt worden ist; die Wahlmöglichkeit zur Ermutigung freiwilliger Emigration; die Wahlmöglichkeit zur Gewährung der Staatsbürgerschaft, vergleichbar wie den Drusen, nachdem die Loyalität dem Staat gegenüber geprüft und untersucht worden ist. Es gibt andere weitere Möglichkeiten.

 

Wir betrachten die Dinge in nüchterner und verantwortlicher Weise. Wir selbst haben kein Mandat, um die Mission zu vernachlässigen weiterhin an den Gebieten A und B festzuhalten. Bereits in dieser gegenwärtigen Phase ist es möglich, sich an grundsätzlichen Erörterungen zu beteiligen und die praktischen Schlüsse zu ziehen, für einen weitreichenden Plan für das Bauen in und das Festhalten an diesen Gebieten.

 

Die Worte von Rav Tzvi Yehuda erklingen für uns immer noch und weiterhin: “Wo ist unser Shechem… Wo ist unser Jericho… Wo ist unser Land am Jordan… Wo ist jeder einzelne Erdbrocken des Landes? Jeder einzelne Teil von G-ttes Land — wie können wir irgendeinen Zentimeter davon aufgeben?…”.

 

Unsere Rolle besteht darin, vor der gesamten Welt zu erwidern: Nein, geehrter Rabbi, wir haben nicht vergessen. Wir haben keine Absicht, vor den Stimmen der Schwachen zu kapitulieren, die behaupten “Das geht nicht”; vielmehr erklären wir im selben Geist wie Joshua ben Kaleb: “Wir sind sehr wohl in der Lage zu überwinden” und “lasst uns sogleich hinaufgehen, und es in Besitz nehmen.”



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