Schabbatmodus tritt in Kraft am 24.10.2014 um 17:18 Kommentar zum ‘Einer gegen Tausend’ Gefangenaustausch | ARO1 – Israel, der Nahe Osten & der Rest der Welt

Ulrich J. Becker, Jerusalem, 16. Tischrei 5772


Und hier meine Meinung zu dem Gilad-Schalit-Deal:


Ja, um ehrlich zu sein, habe ich hierzu nicht wirklich eine Meinung. Zumindest keine, die ich mit Hand und Fuss und ausstechen Argumenten fuehren koennte.

Ja, ich denke, dass die Risiken des Deals von der Heimkehreuphorie in den Schatten gestellt wird, und ja, ich denke, dass dieser Deal eindeutig ein Sieg des Terrors ist und auch bis jetzt bei den Terroristen und ihren Sympathisanten selbst so gefeiert wird, aber das muss nicht zwangslaeufig heissen, dass man diesen Deal bekaempfen sollte. Keine Ahnung, ob ich an Bibis Stelle anders entschieden haette. Vielleicht schon, vielleicht auch nicht. Sicher ist: Ich moechte nicht in seiner Haut stecken.



Man koennte meinen jemand habe das biblische Zitat falsch verstanden, dass einer von uns mit tausend Feinden zu vergleichen sei: “…und Hundert von dir werden Zehntausend in die Flucht schlagen…” (VaJikra 26:8)

Die Meinung vieler Rabbiner ist trotzdem klar und verstaendlich: Grosse Loesegeldsummen moegen fuer einen gekidnappten Juden bezahlt werden, aber austauschen sollte man jeweils nur einen von uns fuer einen Terroristen von ihnen.

Tja, wir wissen alle, dass es leider gerade sehr, sehr anders aussieht und man einen fuer ueber 1027 (und darunter 280 Moerder) gegen jede normale Praxis eines Rechtsstaats fuer einen Soldaten austauschen will. 

Tausenden hinterbliebenden von Terroropfern ist das wie ein Stich ins Herz: Es ist fuer sie – wie es jemand sehr passend formulierte – als wuerden die Geliebten noch einmal ermordet, wenn ihre Moerder frei und erhobenen Hauptes aus den israelischen Gefaengnissen in die Terrorfreiheit entlassen werden, die nach allen bestehenden Statistiken vielen Israelis das Leben Kosten wird, bevor sie dem zurueckbleibenden Zellenkumpel noch laechelnd stecken, dass er keine Sorgen haben soll, sondern seine Zeit geniessen, bis sie auch ihn rausgepresst haben.

Ein Preis fuer den Terror, eine Motivation fuer kommenden Terror – auf jeden Fall. Ein Zeugnis des Versagens Israels und seiner Geheimdienste und Armee, Gilad anderweitig zu befreien – leider ja.


“Geheimdienstchef Yoram Cohen sagte im Rundfunk, dass 60 Prozent vorzeitig freigelassener Terroristen zu ihrem alten Geschäft zurückkehren und 15 Prozent wieder im israelischen Gefängnis landen. Allein der 2004 vom deutschen BND-Vermittler ausgehandelte Tausch des im Libanon festgehaltenen Drogenhändlers Elhanan Tenenbaum und Leichen von drei Soldaten für 435 Gefangene habe 27 Israelis das Leben gekostet. (Quelle: Ulrich W. Sahm bei Honestlyconcernd.info)”


Und wer koennte Schwuel Schijweschuurder, der jetzt das Rabindenkmal in Tel Aviv verunstaltete, wirklich verurteilen, nachdem er seine beiden Eltern und drei Geschwister im Sbarroanschlag verloren hat, und die Terroristin, die den Selbstmordattentaeter zum Ort des Massakers fuhr, jetzt freikommen soll?


Aber es ist natuerlich auch ein Sieg des israelischen, moralischen Werts, des Verpflichtet-seins gegenueber seinen Soldaten und Buergern, und natuerlich eine Riesenfreunde fuer Gilad und seine Familie und der ganzen Nation, die natuerlich auch an dieser Freude teilhat und eine grosse, jahrelange persoenliche und nationale Tragoedie – einen schwarzen Schleier ueber Israel und seiner Armee – abgewandt sieht.


Ehrlich gesagt ueberzeugen mich aber beide Argumente nicht wirklich. Jedenfalls nicht dermassen oder eindeutig (auch wenn ich zum ersten neigen moechte), dass sie die Wagschaale gegen das jeweils andere ausschlagen lassen wuerde. Ich empfinde weder grosse Freude, noch tiefe Trauer oder Wut ueber diesen Deal. Ja, er staerkt unser Zusammenhaltsgefuehl sicherlich, unser inneres solidarisches Gefuehl, aber zerreisst auch viele Terroropfer und ihren Glaueben an die Regierung und die Gerechtigkeit und erhoeht natuerlich die Terrormotivation gegen uns um Einiges.


Bevor ich vor Sukkot losfuhr und die Meldung noch relativ frisch war, kamen einige Leute aus meinem (vorwiegend nationalreligioesen) Haus in Har Choma aufgebracht auf mich zu und sagten, ich sollte ueber diesen gefaehrlichen, unmoralischen und zerstoererischen Deal schreiben. Ja, damit hatten sie in Vielem Recht.

Dann zu Sukkot und Schabbat in der israelischen Siedlung Otniel im suedlichen Hebroner Bergland hoerte ich sehr viel gemaessigtere Stimmen. Unser Gastgeber meinte, wie jetzt auch ich, er habe darueber nicht wirklich eine Meinung. Es sei einfach kaum moeglich, wirklich etwas dazu zu meinen. Und wer koenne auch genau ausrechnen, wieviel Gutes oder Boeses dadurch jetzt bewirkt werden wuerde?

Bei der Dwar Torah zu Schabbat in der Synagoge war auch der Grundton: Ja, es ist ein furchtbarer Deal, Preis fuer den Terror und erneute Gefahr fuer viele Juden, und ja, auch ein furchtbares Leid geht dadurch zu Ende (Gilads und seiner Familie und selbst nationales Leid), aber im Enddefekt gab es weder Ablehnung noch Zustimmung, nur ein ruhiges, gemaessigtes (in angeblich so ‘extremen’ Siedlungen): ‘Lasst uns auf HaSchem vertrauen, dass er Gerechtigkeit vollzieht.’


Und so gingen wir durch die klare, frische Schabbatnacht, vorbei an zig Sukkot, die unser Land dieser Tage bedecken, die hell erleuchtet, die wunderbarsten Melodien und Lieder hervorbringen – ein uraltes Volk in uralter Sprache (gleich Tolkiens Elfen), in seinem Land. In dieser immer wundersamen Zeit laesst es unser Volk in den Sukkot nicht nur gedanklich und geschichtlich, sondern auch physisch und im Gehoer einander naeher kommen.

Moege uns trotz allem, und wenn es denn nun schon passiert, der Austausch Gilad Schalits innerlich einen und nicht auseinanderbringen, so scheuslich und ungerecht er auch ist.



84 Comments to “Kommentar zum ‘Einer gegen Tausend’ Gefangenaustausch”

  1. Rainer Lang says:

    also ich finde es auch beunruhigen, dass einer von uns mit tausend Feinden zu vergleichen ist. Bible hin, biblisches Zitat her: So ist es nun einmal und “uns” bedeutet, das Gilad auch ein Georg, Gilbert, …, hätte sein können.

    Aus Sicht der Feinde sieht es nunmehr so aus, dass sie mehr als tausend Terroristen und Mörder zurückbekommen, wenn sie einen von uns schnappen und an uns verkaufen. Die denken sich jetzt: was einmal klappt, das klappt auch ein zweites mal, usw..

    Mir fällt dazu Helmut Schmidt ein. Der blieb damals eisern gegenüber den Erpressungsversuchen der RAF Terroristen im Fall Schleyer. Und es war richtig so.

  2. Velvl says:

    Lasst uns ehrlich zu sich selbst sein. wir haben weniger angst davor, dass moerder freikommen, sondern mehr vor den bilder feiernden terroristen.

    auf der einen seite, bin ich gegen die abmachung, aber auf der anderen seite, bin ich froh dass diese entscheidung nicht von mir getroffen werden muss. und ja es kotzt richtig an, wenn man die terroristenliste anschaut und dort menschen entdeckt, welche man unter akuter lebensgefahr verhaftet hat. und man fragt sich jetzt, wieso man sich ueberhaupt auf eine verhaftung eingelassen hat. aufjedenfall bleibt uns nichs uebrig, als uns damit abzufinden.

    was die ganzen aengste angeht, so kann vielleicht folgendes “beruhigen”. es gab immer entfuehrungen, egal ob israel verhandelt hat oder nicht. die freigelassene moerder, die wieder gemordet haben, handelten auf befehl. d.h. waeren sie nicht draussen gewesen, haette es ein anderer gemacht. die toppteroristen sind diesesmal zu hause geblieben.

    denkt auch daran, dass ein entfuehrung mit sehr viel logistik verbunden ist, was sie sehr schwierig macht. die meisten entfuehrungen endeten nach wenigen stunden oder passierten rein zufaellig. deswegen kann man mit dem satz “das wird sie jetzt zu entfuehrungen ermutigen” kaum dagegenargumentieren.

    genau so wie hisbollah mehr schaden, als nutzen von der letzten entfuehrung bekommen hat, wird hamas das gleich erwarten. es steht fuer mich fest(und das ist die einzige spekulation), dass israel dieses mal den gazastreifen tatsaechlich wiederbesetzen wird, sollte etwas aehnliches passieren.

  3. A.mOr says:

    Uli, danke für diesen ehrlichen Artikel!
    Ich möchte ein wenig „Zeilenkommentator“ spielen.

    „Ein Zeugnis des Versagens Israels und seiner Geheimdienste und Armee, Gilad anderweitig zu befreien – leider ja.“

    An dieser Stelle sehe ich mich auch in meinen Hoffnungen enttäuscht.

    „Aber es ist natuerlich auch ein Sieg des israelischen, moralischen Werts, …“

    Dieses wird wohl nur ein „israelisch-jüdisches Privatvergnügen“ bleiben, und wir alle sind froh, daß Israel solcher hohe, moralische Wert gilt und das Gilad freikommt.

    „…aber zerreisst auch viele Terroropfer und ihren Glauben an die Regierung und die Gerechtigkeit und erhoeht natuerlich die Terrormotivation gegen uns um Einiges…“

    Die Terroropfer sollten jedoch nicht vergessen, auch zu ihrem Trost nicht, wer die Mörder und Verbrecher sind. Nicht die israelische Regierung trägt die Verantwortung dafür, daß andere sich zu ihren Verbrechen entscheiden.
    Eine Erhöhung der Terrormotivation sehe ich nicht, sie könnte nicht höher sein.
    Doch etwas höher noch: offener Krieg.

    „Und wer koenne auch genau ausrechnen, wieviel Gutes oder Boeses dadurch jetzt bewirkt werden wuerde?“

    Weisheit in diesem Satz.
    Aber, das Gute überwiegt, denn „die Bösen“ haben nun in Freiheit die Chance die Taten zu reuen, und vor haschem sich zu verbessern…

    „…(in angeblich so ‘extremen’ Siedlungen)…“

    Versöhnliche Stimmen also, und doch werden die anti-israelischen Stimmen weiter das „extrem“ als Aggression und schlimmeres umdeuten, sie ignorieren die „extreme Freundlichkeit“, die hinter solcher religiös-spiritueller Haltung steht.

    „…ein uraltes Volk in uralter Sprache (gleich Tolkiens Elfen), in seinem Land…“

    Ja, endlich kommt es an! :D
    Normalerweise würde solches als Kitsch abgetan, aber das beschreibst Du wirklich gut und passend (und ich bin gleich in romantischen Bilde;), und daher zB beneiden „sie“ uns, die Orks und Trolls, und etliche von Mißgunst und Gier zerfressende Menschen, gefangen in ihrem Konstrukt der halben Wahrheiten, in denen sie nur zurande kommen, indem sie ihre eigenen Bedürfnisse und ihr eigenes Gewissen ignorieren (wie in Tolkiens Ring-Saga ;) , exemplarisch wäre da etwa dieser König, der vom „weißen Gandalf“, öhm, entzaubert wird).
    Sie ernähren sich von Lüge, also konstruieren sie aus der Lüge etwas, daß sie die „Wahrheit“ nennen.

    „Moege uns trotz allem, und wenn es denn nun schon passiert, der Austausch Gilad Schalits innerlich einen und nicht auseinanderbringen, so scheußlich und ungerecht er auch ist.“

    Israel handelt recht – !Bibi: gut gemacht!
    Wie ich oben schon anmerkte, ich bin enttäuscht, daß es nicht anders funktionierte, als mit diesem Handel.
    Dieser bewahrt uns als Juden insgesamt (auch außerhalb vom erez) zwar die Ehre und die hohe Moral, aber er bringt dem Feind neue, durch „Luxus-Haft“ gestärkte Soldaten in die eigenen Reihen zurück. Diese Mörder (zB) muß man nicht erst noch gehirnwaschen und ausbilden, sie sind im Terroristendenken „pures Gold“ und sofort in allen Bereichen wieder einsetzbar, skrupellos und schlagkräftig.
    !Mögen sie die Weisheit gewonnen haben, für ihr Tun zu reuen und ein neues, gerechtes Leben wählen!

    Abschließender Kommentar.

    Und welche Wahl haben wir denn?
    Weil unsere Abwehr nicht in der Lage war, Gilad fünf Jahre Gefangenschaft zu ersparen -der Vorwurf geht natürlich an die Geiselnehmer und Mörder- mußte ein anderer Weg gefunden werden, das ist nun dieser bittere Handel.

    Wir bekommen einen „schwachen“ jungen Mann zurück, der in Ausübung seiner Pflicht (Land & Leute zu schützen als Soldat der Zahal) bei einem mörderischen Überfall gekidnapt wurde, „sie“ bekommen über tausend Kriminelle zurück, von denen nicht wenige verurteilte Mörder sind, und können so neben all dem Neuen im Waffenarsenal noch ihr Personal verstärken.
    Letztlich aber ist’s gleich, denn die Mörder wollen morden, ob sie einen oder 200 oder 300 oder 1000 mehr dafür haben, es ist gleich, sie werden, solange sie als Mörder handeln wollen, weiter tun, wie sie tun.

    Vielmehr betrübt mich schon jetzt, daß dieser „Gefangenenaustausch“ von der „Welt“ nicht in ihrem Verhältnis gesehen wird.
    Ich meine nicht den Unterschied in Zahlen, sondern den Unterschied des Verhältnisses: ein Unschuldiger gegen über 1000 Verbrecher!

    Für die „mainMedia“ bleibt’s ein „Gefangenenaustausch“, bei dem Gilad moralisch nicht höher gewertet wird, als die Kriminellen.

    Es ist eher zu erwarten (verzeiht meine Bitterkeit), daß diese Weltwahrheits-Macher noch „süffisant“ lächeln darüber, wieviel chuzpe die Hamas an den Tag legt (á la: „schau, frech wie Oskar!“), und auch Abbas dürfte innerlich freudig erregt gewesen sein, während er der Hamas vorwarf, daß sie zuwenig Gefangene befreit hätten.
    Ob Abbas dabei gleich in die Hose ejakulierte?
    Denkt er bei solchem an München?

    Die „mainMedia“ wird darauf verweisen, wieviel „Großmut“ die Hamas doch gezeigt habe, daß sie Gilad freiläßt, sie werden alles weitere ignorieren, und weiter am Bild „Israel der Böse“ arbeiten.

    In ihren Augen sind Kriminelle in israelischen Gefängnissen „politische Gefangene“, vollkommen gleich, ob sie Mörder und/oder Vergewaltiger und Sadisten sind, für die „mainMedia“ sind sie „Freiheitskämpfer“.

    Die hohe Moral, die wir als Juden -danke Bibi!- hier nun zeigen, sie wird israelisch-jüdisches „Privatvergnügen“ bleiben.
    „Da draußen“, wo das Gewissen nichts zählt, da zählt auch nicht Schönheit, es sei, man kann sie verkaufen wie Industriebutter oder Huren.

    Gewissen oder rechtschaffenen Glaube kann man nicht verkaufen, höchstens ansatzweise in Formaten à la „Rambo“ oder „Tal der Judenmörder“ Premiere auf dem Auszwitzbefreiungstag („Holocausttag“) in deutschen Kinos, frei ab 18, mit deutschen Untertiteln und 90% türkischen Besuchern…

    Pervers ist, was von der menschlichen Natur und dem Gewissen abweicht und der eigenen Gesundheit schadet.
    Zu morden, zu vergewaltigen, zu foltern ist nicht menschliche Natur, sondern widerlich!
    Und zu hetzen, heucheln und lügen ist auch nicht menschliche Natur, sondern angetrieben von niederen Instinkten.

    Von all dem wollen uns die Gebote und die Tora abhalten.
    Manchen Weisen reicht allein die eigene Vernunft, das zu begreifen.
    Gilads Befreiung ist recht, das Gute an der Sache überwiegt.
    Über das, was an Bösen darüber zustande kommen mag, entscheiden jene, die so handeln könnten.
    Daran kann Israel nichts ändern.
    Auch die, die nun (verständlicherweise) enttäuscht sind, sollten das über ihren Schmerz nicht vergessen.

    Alle Weisheit, die die Welt braucht, ist bereits vorhanden.

  4. Julia says:

    Rainer Lang, October 16, 2011 at 09:05

    Lieber Reiner, ich kann deinem Kommentar 100% zustimmen, was ich schon anderswo deutlich gemacht habe. Mit Terroristen handelt man nicht, egal in welcher Situation, das ist meine Meinung.
    “Mir fällt dazu Helmut Schmidt ein. Der blieb damals eisern gegenüber den Erpressungsversuchen der RAF Terroristen im Fall Schleyer. Und es war richtig so.” ABSOLUT.

  5. jerry says:

    dass 60 Prozent vorzeitig freigelassener Terroristen zu ihrem alten Geschäft zurückkehren und 15 Prozent


    somit ergiebt sich die Cahnce diese doch noch der gerechten Strafe zuzuführen und endlich Richtung Allah zu beamen

  6. jerry says:

    ergibt sich die Chance !!!

  7. Velvl says:

    @a.mor

    “„Ein Zeugnis des Versagens Israels und seiner Geheimdienste und Armee, Gilad anderweitig zu befreien – leider ja.“

    “An dieser Stelle sehe ich mich auch in meinen Hoffnungen enttäuscht.”

    entaeuschung ja. hoffnung enttaeuschen ist aber totaler bullshit. weder mossad noch idf sind allmaechtig. beide nutzen fehler des gegners aus. darauf ist jede verteidigung aufgebaut. wenn hamas keine fehler gemacht hat, dann kann da keiner fehler. unterschaetze nie deinen gegner.

  8. Velvl says:

    @rayener

    “Mir fällt dazu Helmut Schmidt ein. Der blieb damals eisern gegenüber den Erpressungsversuchen der RAF Terroristen im Fall Schleyer. Und es war richtig so.”

    reine gluecksache. usa bleibt hart war al qaeda angeht, koennen sie jetzt schon die fruechte ernten?

  9. A.mOr says:

    @Velvl

    Weil unsere Abwehr nicht in der Lage war, Gilad fünf Jahre Gefangenschaft zu ersparen -der Vorwurf geht natürlich an die Geiselnehmer und Mörder- mußte ein anderer Weg gefunden werden, das ist nun dieser bittere Handel.

    Ich zitiere mich selbst.

    Erstens: natürlich können Hoffnungen enttäuscht werden.
    Zweitens: natürlich ist Israels Abwehr nicht allmächtig. So war meine Aussage nicht zu verstehen.
    Sollte sie dennoch so verstanden sein, so war es nicht meine Absicht.
    Nicht die Abwehr Israels hat Gilad entführt, und ich bin mir ziemlich sicher, daß alles von ihr probiert wurde, um Gilad freizubekommen.
    Nun muß es eben über die Verhandlungen geschehen, und hoffentlich funktioniert es nun auch so.

  10. jerry says:

    Freunde, es gibt nur eine Konsequenz nach diesem “Austausch”: NO MORE TERRORIST PRISONERS !!!!!

  11. Adynator says:

    @Jerry,
    d’accor 100%.
    Israel muss die Konzequenzen aus diesem Deal ziehen, alle Terroristen vor ein Kriegsgericht und nicht ein Zivilgericht stellen, da diese Anhaenger der friedlichsten Religion aller Zeiten sich eben im Krieg gegen uns alle befinden. Und bei einer nachgewiesenen Beteiligung mit Todesfolge die Todesstrafe wieder einfuehren um eben eine Erpressung diesen Ausmasses unmoeglich zu machen, da die zur erpressende Masse nicht mehr vorhanden sein wird.

    Ein etwas Positives aus diesem (absurdem?) Gefangenenaustausch zu ziehen, waere jetzt beim naechsten Angriff aus Azah mit aller groesste Haerte vorzugehen (mit der Luftwaffe und nicht Cheil Raglim!!!), da man um das Leben Gilad’ sich nicht mehr fuerchten muss.

  12. A.mOr says:

    @jerry, Adynator
    gute Idee, finde ich auch, die Terroristen vor ein „Weltgericht“.

    Es ist eine Schande, daß verurteilte Mörder nicht als solche gesehen werden, weil eine aufgeplusterte „öffentliche“ Meinung Israel nicht als rechtmäßigen Staat mit gerechter Gerichtsbarkeit anerkennen will, da können noch so viele israelische Araber (zB) Richter sein, die Judenhasser werden immer Israel die Rechtmäßigkeit absprechen.

    Und das Geld, das nicht mehr für die „Luxus-Häftlinge“ gebraucht wird, kann Israel dann der eigenen Bevölkerung zugute kommen lassen (kleiner winkewinke an die Protestler, die ja auch recht haben.)

    Und „die Welt“ darf sich freuen, daß sie mal etwas mitzuwirken hat in Bezug auf Israel, ohne nur immer durch den „mahnenden Zeigefinger“, den gestreckten gar!, aufzufallen.

    Eine “winwin-situation”. ;)

  13. jerry says:

    Terroristen gar nicht erst gefangen nehmen, aber wenn es vorkommt, Lebenslange Einzelhaft halte ich für effektiver als die Todesstrafe….

    desweiteren sollten wir uns momentan aus der arabischen Situation raushalten. Mit etwas Glück wird es im Gaza genau so krachen wie in Syrien.

    kol tuv

  14. Das Problem wenn man keine Gefangenen macht ist, dass man keine Infos von ihnen bekommt…

    Sie aber zu verurteilen und zeitnah die Todesstrafe auch zu vollstrecken wäre machbar.

    Vom Standpunkt der Soldaten und Polizisten, die bei deren Festnahmen mehrfach ihr Leben riskierten und der Familien der Opfer dieser Mörder will ich bei dieser Freilassungsaktion gar nicht erst reden!
    Aber ich tät mich an der Stelle eines Soldaten zukünftig wirklich fragen, ob es das Risiko wert ist mein Leben zu riskieren oder auf Nummer sicher zu gehen…

  15. Rainer Lang says:

    Liebe Juli, das sind wir ja ausnahmsweise einmal einer Meinung. Da ist ein rotes Kreuz im Kalender fällig.

  16. Julia says:

    @Adynator says:
    October 16, 2011 at 12:30

    Das ist in etwa, was ich dem Paul geschrieben habe und das wurde früher MWN eher praktiziert.

    Wo keine Gefangene mehr gibts, jedenfalls nicht solche hochkarätigen mehrfachen Mörder und auch nioch in diesem Ausmass, gibt es auch nichts mehr auszutauschen. Dafür sollte man schon im Vorfeld sorgen. Mit Terroristen verhandelt man nicht, mit ihnen muss man kurzes Prozess machen. Schliesslich streben doch alle diese Muslime so schnell wie möglich beim Allah zu sein und ihre Belohnung (72 Jungfrauern) zu kassieren.
    Am Allerwichtigste ist: Den Feind ausnahmslos und ohne Rücksicht auf die Weltöffentlichkeit, konsequent definitiv beseitigen oder unschädlich machen.

    Diese Haltung soll Israel offen und unmissverständlich machen, denn es geht um die eigene Existenz und um die eigene Sicherheit, für die die Weltöffentlichkeit, die sich anmasst Israel stets an Pranger zu stellen, keine Garantien gibt, ganz im Gegenteil, als ob man den Untergang Israel heimlich wünscht. Da Hamas sich mit Israel in einem Dauerkrieg befindet (so muss man argumentieren) hat Israel das Recht, nach seinem Ermessen sich zu wehren, ohne wenn und aber.

  17. Adynator says:

    “…als ob man den Untergang Israel heimlich wünscht. …”
    Tut man! Meist offen oder manchmal verdeckt (siehe UNO).

    Ich wuensche mir, dass Israel endlich einen Bruchteil dessen erfuellt, wesen man Israel ergo Juden permanent beschuldigt.

  18. Julia says:

    Lieber Rainer, wir sind öfter einer Meinung gewesen, nur hast du nicht gemerkt, oder haben wir uns mal auch gegenseitig missverstanden. Das liegt wahrscheinlich an meinem stümpferhaften Deutsch und dass auch ich schneller denke, als ich schreiben kann. Ich entdecke die Schreibfehler erst im nachhinein, wenn… alea iacta est.

  19. Julia says:

    Adynator:
    “Ich wuensche mir, dass Israel endlich einen Bruchteil dessen erfuellt, wesen man Israel ergo Juden permanent beschuldigt.” ICH AUCHR SCHON LANGE.

  20. Yael says:

    Es ist eine schwere Entscheidung, ich bin mir auch nicht sicher, wie ich das beurteilen soll. Natürlich wird Israel damit immer erspressbar sein, andererseits ist Leben retten im Judentum ein wichtiger Bestandteil und deswegen wird alles getan, um jemanden zu retten. Das muss man mit berücksichtigen.

  21. Willibald1980 says:

    Meiner Meinung ist, dass mal wichtig ist, dass Gilad Schalit freikommt. Der Preis ist egal. Israel kennt seine Feinde und jene die für Schalit freigepresst wurden, werden nicht wirklich glücklich sein, denn sie wissen dass man sie kennt und beim nächsten Terror den Tod holen könnten.
    Zeit, Geduld und Ausdauer werden die Mörder richten. Israel braucht sich vor Niemandem fürchten, die Menschlichkeit und das Recht ist auf seiner Seite.

  22. Julia says:

    “…andererseits ist Leben retten im Judentum ein wichtiger Bestandteil und deswegen wird alles getan, um jemanden zu retten.”

    Yael, ein Leben retten JA, aber NICHT auf Kosten einer wer weiss welchen Anzahl anderer Leben. Dann kann für mich über “Leben retten” nicht mehr die Rede sein. Und ja, dann wurden die Opfer dieser Terroristen noch einmal umgebracht. So sieht es für mich aus.

    Und noch was: Was, wenn Gilad Shalit nicht mehr lebt? Wo ist der Beweis, dass er noch am Leben ist?

    Ich hätte der Hamas solche Bedingungen gestellt und das nicht erst jetzt, die sie in Angst und Schrecken versetzt hätte und ich hätte keine Rücksicht auf die weltöffenliche Meinung genommen.
    ——————-

    @Willibald1980
    “…die Menschlichkeit und das Recht ist auf seiner (Israel) Seite.” Den Eindruck habe ich aber nicht.

  23. Renate says:

    Hoffentlich hat Gilad Schalit nicht das Stockholm Syndrom. Dafür bete ich, offen gesagt – dafür. dass er das nicht hat.

  24. Rainer Lang says:

    Liebe Juli, apropos “Yael, ein Leben retten JA, aber NICHT auf Kosten einer wer weiss welchen Anzahl anderer Leben. Dann kann für mich über “Leben retten” nicht mehr die Rede sein. Und ja, dann wurden die Opfer dieser Terroristen noch einmal umgebracht. So sieht es für mich aus.” – schon wieder voll deiner Meinung. Wie gesagt “Die denken sich jetzt: was einmal klappt, das klappt auch ein zweites mal, usw..”.

  25. Julia says:

    “Schalit werde nicht dem Roten Kreuz, sondern den ausgehändigt….” schreibt 20min online.

    Tatsache ist, dass seit 2009 keine Beweise gibt, dass Gilad Shalit lebt und es zirkulierte in den Medien sogar das Gerücht (wohl eine Hamas-Propaganda), er sei zum Islam konvertiert.

    Israel sollte mal endlich den Spiess umdrehen und lernen, selber die Hamas u.ä. zu erpressen

  26. Julia says:

    “Schalit werde nicht dem Roten Kreuz, sondern den ägyptischen Behörden ausgehändigt.” (Tja, weshalb diese verd. “ägyptische Behörden” aus meinem Text verschwunden sind, kann ich mir nicht erklärten, ich habe doch den Text “kopiert”.
    —————-

    Ja, lieber Rainer, nicht nur Hamas sondern alle (wie ich in den Medien gelesen habe)denken so, wie du geschrieben hast: “was einmal klappt, das klappt auch ein zweites mal, usw..” Das ist das Gesetz der Erpressung: Wer sich erpressen lässt, wird ad infinitum erpresst.
    http://www.audiatur-online.ch/2011/08/26/gilad-schalit-geburtstag-in-gefangenschaft/
    Der mediale Druck war in der Tat absolut kontraproduktiv und den Preis den Israel zahlt ist nun diesen.
    Ich wünsche mir, im Interesse Israels, dass so etwas nicht noch einmal passiert.

  27. Julia says:

    http://www.20min.ch/news/dossier/nahost/story/Shalit-Deal-erregt-Israels-Gemueter-13507434

    “Bundesaussenminister Guido Westerwelle wertete den geplanten Gefangenenaustausch . Es sei überfällig, dass der Nahost-Friedensprozess durch direkte Gespräche (D.H. ÜBER 1000 TERRORISTEN ZU ERMÖGLICHEN, IHREN KAMPF GEGEN ISRAEL FORT ZU SETZEN) zwischen den Palästinensern und Israel wieder in Gang komme.”

    Keine Frage, Hamas wird schon dafür sorgen, dass “solche Gespräche” nicht ins Stocken geraten und Israel hat seine “Gesprächsbereitschaft” bei jeder ähnlichen Gelegenheit unter Beweis gestellt.

    Wenn Westerfreundwelle den grössten Teil dieser so kostbaren Terroristen eine neue Heimat in seinem Land bieten würde, würde er beweisen, dass auch er bereit ist, einen freundschaftlichen Beitrag zu dem Nahost-Friedensprozess bezutragen.
    —————–

  28. Julia says:

    Lieber Rainer, ich habe Micha Wolffsohn etwa zwei mal im TV gesehen und ich war von ihm nicht besonders beeindruckt, gelinde gesagt. Er versucht mit dem Artikel diesen Austausch zu rechtfertigen, zu argumentieren und wieder muss ich den Kopf schütteln:
    “Familie und Bürgerinitiative Schalit wählten deshalb die richtige Strategie. Auch bei der Wahl ihrer Taktik bewiesen sie großes Geschick. Immer wieder organisierten sie Events und Happenings. Das garantierte mediale sowie innen- und sogar außenpolitische Aufmerksamkeit……” usw., usf. Aber genau das war DAS ABSOLUT FALSCHE! Genau das hat den Preis für Gilad Shalit in die Höhe getrieben und das wird nicht das letzte Mal.

    Mahmud Sahar, ein Hamasführer im Gazastreifen sagte: “Die Lektionen, die wir durch die Entführung von Soldaten gelernt haben, spornt uns an, mit den Entführungen weiterzumachen. Wir haben noch immer 7 000 Gefangene in (israelischen) Gefängnissen und sie müssen auch freigelassen werden.”

    Wenn Familien zerbrechen gibt es Gründe. Israel ist nun ein Staat wie jeder andere und die Zeiten ändern sich auch dort. Es war ein Mythos: “Bei den Goimi ja, bei uns aber nicht”. Auch in Diaspora gab und gibt es Gewalt in der Familie, wenn auch nicht so häufig. Es ist eine Tatsache, dass was die Kindern von ihren Eltern bekommen, später an ihre Kinder weiter geben. Deshalb war es früher sehr wichtig zu wissen, wie die Familienverhältnisse der jungen Leuten waren. Es ist meistens so, dass Kinder aus einer zerrütteten Familie kaum beziehungsfähig sind, jedenfalls nicht auf die Dauer.

    Wolffsohns letzter Satz:
    “Zuletzt sollte jeder Deutsche auch dies wissen und verstehen: Dass ein Deutscher von Israel und „den“ Juden als Hauptvermittler gewünscht wurde, beweist einmal mehr, wie sich das Verhältnis der Israelis und Juden zum neuen Deutschland entkrampft und entspannt hat.” Wovon träumt er? Er lebt doch in Deutschland…

    Ob du, lieber Rainer, auch diesmal mit mir einer Meinung bist, neige ich zu bezweifeln. Mag Wolffsohn ein guter Historiker sein (ich kann nicht beurteilen), aber er soll lieber Fachleuten die psychologische und diplomatische Seite überlassen. Davon versteht er, wie ich schon vor vielen Jahren festgestellt habe, absolut nichts.

    Nun der Fall Shalit mit diesem Ausgang hat Israel neue Probleme verschaft, als ob Israel nicht schon genug sonst gehabt hätte und geschadet. Ich kann die Eltern des jungen Mannes verstehen, dass sie alle Räder in Bewegung gesetzt haben, um ihren Jungen nach Hause zu holen, aber die Methode und das Ergebnis heisse ich nicht gut. Diese “Bürgerbewegung”, die Wolffsohn so bewundert hat dazu geführt, dass die Verwandten der biherigen und die zukünftigen Opfer dieser Terroristen keine gute Gedanken für die Familie Shalit haben werden und sie hat der Hamas eine unbezahlbare Waffe gegern Israel geschenkt. Man zahlt immer einen Preis für Geiseln, aber es wird nie, weder vorher, noch danach Einzelheiten darüber publik gemacht.
    Ich wiederhole: Ein Leben retten JA, aber NIE bewusst auf Kosten einer ungewissen Anzahl anderen Leben.

  29. Ich bin immer noch skeptisch.
    Bevor Shalit nicht lebend zurück ist, hält sich meine Freude in Grenzen.

    Und über 5 Jahre sind eine lange Zeit um jemanden psychisch total kaputt zu machen.
    Tät mich auch nicht wundern wenn er dann in x-Talkshows auftritt und uns allen erzählt wie schön das eigentlich war, dass er in der Zeit zum einzig wahren Glauben gefunden und das Allah der Größte ist…bla bla.
    Oder er bringt sich kurz darauf um, weil der Druck weg ist und er nicht mehr klar kommt – oder begeht sogar Morde.

    Man darf gespannt sein!

  30. jerry says:

    ich denke nicht, daß er zum Allahisten geworden ist

    eher wird er Hasid

  31. A.mOr says:

    Fünf Jahre in dem Alter sind ein ganzes Leben!
    Wir können Gilad nur wünschen, daß die Wunden an seiner Seele komplett verheilen mögen.
    Und hoffen wir, daß Morgen alles glatt geht!

  32. Julia says:

    Lieber Rainer, gestern nach Mitternacht, nach dem ich meine Meinung zum Wolffssohns Artikel geschrieben habe, stiess ich auf einen alten Artikel von Ulrich, der wie alle seine Artikel ausgezeichnet war:
    http://aro1.com/nein-zur-gilad-kampange/
    un siehe da, er bestätigt meine Meinung und verdeutlicht das, was ich von Wolffssohns Artikel halte.

    Ich muss gestehen, dass ich im Bezug auf Morgen ein ungutes Gefühl habe und einige Anzeichen sprechen dafür, aber warten wir mal ab. Ich bin, ehrlich gesagt, ziemlich beunruhigt.

  33. Yael says:

    Es werden auch tote Soldaten zurück geholt, das ist auch das Prinzip Israels.
    Julia, natürlich werden sie Beweise haben, dass Gilad noch lebt, sonst würden sie sich nicht darauf einlassen. Das läuft doch alles hinter den Kulissen, was die Öffentlichkeit nicht mit bekommt. So dumm sind die Israelis nun auch wieder nicht.

  34. Yael says:

    Es wird Spuren hinterlassen, A.mOr. Wenn man bedenkt, dass er fünf Jahre niemand anderen sah als seine Entführer mit all diese Qualen. Das steckt ein Mensch niemals richtig weg. Ich hoffe trotzdem das Beste für ihn.

  35. Julia says:

    Liebe Yael, ich halte die Israeli aber ganz sicher nicht für naiv, doch seit 2009 hat man keine Beweise mehr ob Gilad noch lebt. Selbstverständlich weiss ich, dass Israel auch tote Soldaten nach Hause holt und es muss nicht heissen, dass er tot ist, nur ich kann dieses ungutes Gefühl nicht los werden. Ich muss eben immer wieder an seine Eltern denken…

  36. Julia, keine Sorge, fuer eine Leiche tauscht nichtmal Israel 1000 Terroristen. Und auch die Hisb’Allah haette es sehr viel lieber gehabt, wenn Regev und Goldwasser noch gelebt haetten.

  37. Julia says:

    Man hätte diesen Terroristen, die nun unglücklicherweise frei kommen, einen Chip zur Erkennung und Standortbestimmung implantieren müssen, wie den Tieren, die die Forscher beobachten, um sie – sollten die wie erwartet wieder aktiv werden – schnellsten geschnappt werden.

  38. codinenc says:

    Ich kann mich nicht erinnern, wann es mir das letzte Mal so schwer gefallen ist, mir eine Meinung zu bilden… das geht wahrscheinlich den meisten hier so.
    Vor allem, wenn ich so etwas hier lese:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/netten_nachbarn/

    Bei so einer ***** kommt einem doch das kalte Kotzen hoch.

    Julia: Du hattest unter dem anderen Artikel geschrieben, dass der Austausch eine Schwäche Bibis wäre. Da möchte ich dir widersprechen, ich glaube, dass man eine solche schmerzhafte und riskante Entscheidung nur aus einer Position der Stärke treffen kann. Dennoch sind deine Einwände natürlich nicht von der Hand zu weisen.

    Ansonsten schliesse ich mich Jerry an: Keine Gefangennahme von Terroristen mehr, es sei denn sie besitzen wertvolle Informationen, die unabdingbar für die Sicherheit der israel. Bevölkerung sind.

    Und die Bilder, die die Hamas bekommt gehen mir schon jetzt am Allerwertesten vorbei…Ich seh den Abschaum schon vor meinem geistigen Auge, in ihren KKK-Trachten ihre mit EU-Geldern finanzierten Kalaschnikows leerballern. Wer ein solches Dreckspack feiert, soll zur Hölle fahren. Und das werden sie früher oder später ohnehin…

  39. velvl says:

    @julia

    chip zu erkennung ist eine gute idee, aber es hat einen zu schlechten beigeschmack. ich bin mir ziemlich sicher, dass bei den zukuenftigen konflikten, israel viele von der liste “abholen wird”.

  40. Julia says:

    @velvl
    Für solche Fälle wäre ich sehr wohl für solche chips, aber gewiss nicht für Otto-Normalbürger.
    Abholen ist gut, aber dann gerade solche Mörder baldmöglichst vor einem “Weltgericht” stellen… nicht dass sie wieder mal begnadigt werden müssen.

    Ein wenig Kriegspropaganda kann auch nicht schaden. Man soll vielleicht auch zufällig den Namen mancher Gefangenen verbreiten, die “höchstbrisante” Enthüllungen den Israelis gemacht haben hätten…. Die wären nämlich bei dem nächsten Austausch gewiss von Hamas mit Blumen und Freudenschüssen empfangen.

  41. jerry says:

    Published 02:07 01.07.09Latest update 02:48 01.07.09
    If only his name were Ido Tamir
    Another Israeli is being held in an Arab prison, this time, in Egypt. His problem is that his name is Ouda Tarabin and he is a Bedouin, so it’s easy for the authorities and Israeli public to forget him.

    By Yossi Melman
    Tags: Gilad Shalit Egypt Israel news
    Two months ago several Egyptians were arrested near an important military base in the Negev after they crossed into the country illegally. The Israel Defense Forces and the Shin Bet security service refuse to allow information on the matter to be reported. Seventy-three other Egyptians are being held in Israeli prisons, 27 of whom are there for security-related violations – involvement in terrorism or espionage. The rest are suspected or have been convicted of criminal activity.

    These prisoners could have been used in a prisoner exchange, and not for Gilad Shalit. Another Israeli is being held in an Arab prison, this time, in Egypt. His problem is that his name is Ouda Tarabin and he is a Bedouin, so it’s easy for the authorities and Israeli public to forget him.

    Tarabin, 28, is a shepherd and member of the Tarabin tribe, which is spread throughout the Negev and Sinai. His sister lives in El Arish in Sinai, and 10 years ago he visited her.

    At the end of the trip, at the border crossing, an Egyptian border-guard officer confiscated his passport and warned him never to return to Egypt. Tarabin did not heed the warning. In late 1999 he sneaked into Sinai from the Negev, without a passport, for another visit to his sister.

    A family member gave him up to the Egyptian authorities. He was arrested and interrogated on suspicion of holding counterfeit money. He was later transferred for interrogation by Military Intelligence.

    Tarabin claims that during the investigation an Egyptian officer told him he had been sentenced to 15 years in prison for spying for Israel. As far as it has been possible to corroborate, Israeli security officials deny that Tarabin was an agent.

    Nine years have passed since Tarabin was imprisoned. Today he is being held at Tura Prison near Cairo.

    His conditions are reasonable. He receives some money from his family, which lets him buy items at the prison canteen. In his cell, where he is alone, he has a radio and television, and once every few weeks he is visited by embassy representatives and his attorney, Yitzhak Meltzer.

    His lawyer and family are trying, through defense officials and the Foreign Ministry, to gain access to the trial’s transcript, but have failed.

    This raises suspicions that there has been no trial, and that the sentence was imposed by the Egyptian intelligence officer.

    Meltzer and Tarabin’s family have also asked ministers, MKs and senior defense officials to show interest in the case, with little success.

    Former prime minister Ehud Olmert, Tzipi Livni when she was foreign minister, and Shas chairman Eli Yishai raised the issue during meetings with Egyptian President Hosni Mubarak and intelligence chief Omar Suleiman. In some meetings, Mubarak’s comments suggested he thought Tarabin had already been released.

    As far as is known, Israel has never offered Egypt an exchange deal: Tarabin for some Egyptians held here. As one senior Foreign Ministry officials said privately, “Efforts in his case are in slow motion because we are afraid of embarrassing Egypt.”

    The family and Meltzer feel that everything done so far has been limited to formalities, and Benjamin Netanyahu’s government is even less interested in the case than its predecessors.

    Their appeal to Netanyahu’s advisers and National Security Council chief Uzi Arad went without a response.

    It’s fair to assume that if Ouda Tarabin’s name were, for example, Ido Tamir, the Israeli government, Knesset, defense establishment, media and public would be doing a lot more to gain his release.

    This story is by:

    Yossi Melman

  42. Rainer Lang says:

    wir “Hardliner” von Uli’s Blog sind also nicht alleine:

    “Die Mehrheit der Bevölkerung sieht den Grundsatz, der israelische Staat müsse alles tun, um seine Zivilisten und Soldaten nach Hause zu holen als richtig an und unterstützt das Abkommen. Andere haben Sorge, ein solches Abkommen unterstütze den Terrorismus. ” http://www.botschaftisrael.de/2011/10/17/1027-fur-einen/

  43. velvl says:

    @jerry

    die beiden faelle kann man nicht vergleichen. der einer wurde bei der landesverteidigung entfuehrt. der andere hat es selbst verschuldet.

    nicht zu vergessen, dass es noch einen israeli mit einem us pass in aegyptischem gefaengniss gibt, der bei der vor paar monaten verhaftet wurde. auch er wird von der bevoelkerung kaum beachten, weil er es sich selbst eingebrockt hat. das war sehr unklug von ihm bei den demos mitzumachen.

  44. jerry says:

    sieht aus als wird dieser Bursche bald entlassen bzw. ausgetauscht

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/148838#.TpyGVjyXuso

  45. A.mOr says:

    Yael
    October 17, 2011 at 15:41
    Ja, da stimme ich Dir zu.
    Nu, der Junge hat eine liebende Familie, für ihn beginnt jetzt ein neues Leben. Die Liebe seiner Familie wird ihn neu aufrichten, und seine Erfahrungen können ihm noch zusätzlich, sobald die Wunden verheilten, zu großer Weisheit verhelfen. Drücken wir ihm die Daumen!

  46. Yael says:

    “Die israelische Justiz hat die Einsprüche gegen die Freilassung mehrerer hundert palästinensischer Häftlinge abgewiesen. Damit ist der Weg für den geplanten Gefangenenaustausch frei.

    Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass allein die Regierung über den Austausch von Häftlingen zu befinden habe, wie das Armeeradio berichtete. “Die Regierung ist allein verantwortlich für die Sicherheit des Staates, der Soldaten und der Bürger”, erklärten die Richter demnach.

    Der Häftlingsaustausch wird von einer großen Mehrheit der Israelis befürwortet. Dies geht aus einer Meinungsumfrage hervor, die die israelische Zeitung “Jediot Achronot” veröffentlichte. 79 Prozent der Befragten sprachen sich für den Tausch von insgesamt 1027 Palästinensern gegen Schalit aus. Nur 14 Prozent der Befragten lehnten dies ab. In der Frage, welche Auswirkungen der Austausch auf die Sicherheit Israels haben werde, befürchteten 50 Prozent der Befragten negative Folgen. Gegenteiliger Meinung waren 48 Prozent. Für die repräsentative Untersuchung waren nach Angaben der Zeitung insgesamt 500 jüdische und arabische Israelis befragt worden.”

    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15467554,00.html

  47. Julia says:

    A.mOr, du bist ein unverbesserlicher Romantiker. Ich stimme dem Joschua Cohen, October 17, 2011 at 10:09 zu.

  48. Julia says:

    Yael, beim Prozenten Zählen stimmt etwas mit der Arithmetik nicht. Aber egal. Ich hab die Stimmen nicht gezählt und Umfragen ergeben nur die Meinungeg derer, die daran teil genommen haben. Ich halte von Statistiken gar nichts, weil sie mich nicht überzeugen. Bei uns heist es: “Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.”

    Die Regierung hätte schon im Vorfeld den Eltern von Gilad klar machen müssen, dass der mediale Rummel nur kontraprodultiv, sowohl für Gilad selber, wie auch für Israel und sie über die Konsequenzen aufklären, für die sie auch eine Mitverantwortung zu tragen haben. Nun ist zu spät. Druck auf die Regierung JA, aber hinter den verschlossenen Türen und NICHT auf alle Bühnen und eine derartige Bürgermobilisierung.

    Auch bei uns erfährt man aus den Medien, wenn jemand als Geisel genommen wird, aber niemand geht auf die Strasse, weil man weiss, das dies kontraproduktiv ist. Und selbst wenn die Geisel, wie in einem aktuellen Fall, selber daran schuld sind, tut die Schweiz stets alles und bringt sie heil nach Hause. Man erfährt welche die Bedingungen sind, die gestellt werden, aber unter welchen tatsächlichen Bedingungen sie befreit werden, erfährt man nie genau.

  49. Julia says:

    ICH GÖNNE DEN SCHWEDEN UND DEN NORWEGERN VOM HERZEN DIE BEREICHERUNG, DIE JETZT ZU IHNEN KOMMT UND FÜR DIE SICH SCHON VORBEREITET HABEN!

  50. Julia says:

    Hier der Link mit der Liste der Terroristen, die frei kommen sollten (für die, die wie mich kein Excel haben):
    http://www.hurriyetdailynews.com/images/111017_list-of-prisoners.pdf

  51. Lukas says:

    Endlich ist Gilads Schoah vorbei! Ich hoffe sehr, dass er diese schrecklichen Erlebnisse überwinden und ein halbwegs normales Leben weiterführen kann.

    @ Jerry, meiner Meinung nach sollte sich die USA im Fall Illan Grapel mit Nachdruck an die Ägypter wenden. Immerhin hängen die aktuellen ägyptischen Machthaber (das Militär) stark von den amerikanischen Waffenlieferungen ab.

  52. A.mOr says:

    Julia October 18, 2011 at 06:20
    Julia, ersteinmal Danke, liebe Frau, denn das war wohl eindeutig ein Kompliment!;)

    Ja, natürlich sind die Bedenken von Joschua angebracht, aber dem Gilad wird es nicht gerade helfen, wenn wir ihm noch mit Mißtrauen begegnen. Natürlich hinterläßt so eine Gefangenschaft Wunden, und wer von uns will sich denn wirklich ausmalen, was ihm da alles so geschah?
    Aber er ist „unser Junge“, wir sollten schon sehen, daß wir ihm mit dem gebotenen Respekt, der gebotenen Rücksicht begegnen.

    Er ist kein Held, sondern wurde Opfer arabischer Aggression, wurde Zeuge, wie seine Kameraden bei seiner Entführung ermordet wurden. Der weiß jetzt mehr von dieser Welt, als manch einer von uns hier mit großen Sprüchen.
    In einer Aussage ist Joschua doch längst bestätigt: Gilad vor der Kamera.
    Ich wünsche dem Jungen, daß er schnell zu seiner liebenden Familie kommt, und daß er eben ansonsten behutsam angefaßt wird, „hart und direkt“ wie ein Israeli, aber ihm mit Mißtrauen zu begegnen, das ist ganz einfach nicht gerecht!

    (ja, sowas wäre nicht das erste Mal, zB wie Renate darauf hinweist: ‘Stockholm-Syndrom’, trotzdem sollen wir uns nicht von unseren Befürchtungen beherrschen lassen, so sehe ich das. Die Welt ist voll von schlimmen Vorgängen, wir sollen dem etwas gutes entgegensetzen, das auch anderen Menschen in schlimmen Situationen Hoffnung auf besser vermitteln kann; auch wenn wir machtlos erscheinen gegen diese Mörder, Vergewaltiger und Folterer.
    Es sind diese jedoch, die falsch handeln, nicht wir haben falsch gehandelt, weil wir sie nicht abhalten können von ihrem schändlichen Tun.
    Wir sollen wachsam und wehrhaft sein, aber wir sollen nicht in Sorge vergehen. Eben noch schrieb ich einem Freund etwas herausfordernd: „Lieber mit einem Lächeln abtreten, als im Leben vor Gram schon tot sein.“)

    Ich kritisiere nicht Joschua für die Aussagen, die er macht, das sind berechtigte und naheliegende Gedanken/Sorgen, aber ich wünsche mir, daß Gilad eben nicht von einer Geiselhaft in die nächste (zB „Presse“) gerät…

  53. A.mOr says:

    codinenc October 17, 2011 at 16:40

    „Bei so einer ***** kommt einem doch das kalte Kotzen hoch.“
    Wie recht Du hast!

  54. Yael says:

    Nun, er ist frei und äußerlich gesund. Spekulationen über seine Person finde ich in dieser Phase nicht okay.

  55. Julia says:

    Lieber A.mOr, es scheint, dass du meinZuspruch für Joshua missverstanden hat. Aus Joshuas Kommentar ist eindeutig seine Verbitterkeit zu lesen und was Terroristen aus ihren Gefangenen machen. Aber auch eine Warnung an die Medien, Gilad, gerade weil er ein Opfer ist, nicht aus Sensationsgier und Profit, ihn nicht zu missbrauchen.
    “Die Psyche ist alles” – sie hält uns am Leben und wenn die Psyche eines Menschen von Umständen und anderen Menschen zerstört wird, dann hat man mit einem Menschen zu tun, der zwar physisch lebt, aber psychisch eher tot ist, um mal salopp zu formulieren – ich will da keine fachliche Vorlesung hatten und auch keine Rezepte verschreiben. Aber eins will ich unterstreichen:

    Keine Medikamenten werden ihm helfen (ich bin eine Gegnerin der Pharmaindustrie), sondern einzig und allein, ihm so schnell wie möglich ein normales Familienleben ermöglichen. Es wird äusserst schwer für eine Mutter, vor allem eine jüdische Mutter sein, nicht zu versuchen, ihren Jungen nicht mit überschwänglicher Liebe und Aufmerksamkeit, aber auch mit Tausenden Fragen zu überhäufen, was dem Heilungsprozess nicht beschleunigen wird. Es braucht Zeit, viel Zeit, Geduld und vor allem in Ruhe gelassen werden von allen Seiten, bis Gilad von sich aus anfängt … wieder halbwegs normal zu leben. Nur so hat der Junge eine Chance. Man soll sich ihm nicht aufdrängen und ihm nichts aufdrängen, keine Interviews, keine gut gemeinten Besuche, die er nicht ausdrücklich wünscht und vor allem keine Fragen. Dann wird er langsam von sich selbst anfangen zu reden, zu berichten, wenn er das Bedürfnis verspüren wird und das Vertrauen wieder gewinnt, sich mitzuteilen. Wunder können passieren, auch in der Psychiatrie, aber nur, wenn alle in dem Umfeld des Betroffenen versuchen, sich an seiner Stelle zu versetzen, was natürlich sehr schwer ist und eine immense Herausforderung ist. Gute Wünsche allein nützen wenig, sondern Taten. Nun es gibt genug Ärzte, die sich um ihn kümmern werden und in der Anfangsphase wird auch nötig sein, aber eins soll man stets bedenken Tranquilizer / Beruhigungsmittel machen abhängig wie Drogen, sie heilen nicht.

    Deinem Schlusswort schliesse ich mich 100% an.

    Also, auch wenn ich einerseits vieles an diese Befreihungaktion Gilads kritisiert habe, d.h. an die Art und Weise, wie seine Eltern die Regierung regelrecht politisch erpresst haben, so bin sehr froh und sicher, dass Israel kein Israeli im Stich lässt und alles tut, lebend oder tot ihn nach Hause zu holen. Und von dieser Haltung Israels gegenüber seiner Bürger neige ich den Kopf.

    Ich habe die letzten Tagen immer wieder an die Gilads Eltern gedacht und ich denke immer noch und bis ich nicht lesen werde, dass Gilad endlich den israelischen Boden betretet hat bin ich selbst, eine Fremde, sehr beunruhigt. Aber wie du siehst, ich habe auch meine weiche Seite, aber wenn eine Situation es erfordert kann sehr hart sein. Der Gedanke, dass so viele Mörder wieder frei herum laufen und zu ihrem Geschäft zurückkehren beschäftigt mich. Und doch bin ich mir sicher, dass viele von ihnen keinen Grund sich über die neu gewonnene Freiheit zu freuen haben, angesichts des begründeten Misstrauens, mit der Hamas sie danach behandelt werden, und dass Hamas in manchen Fällen die Arbeit der Israeli erledigen werden.

    Und noch was: Ich bin immer noch Julia, “gute Frau” höre ich nicht so gern, du weisst, ich bin Ch-in. Und hier etwas zum Schmunzeln: Meine Grossmutter mütterlicherseits als sie Rumänisch lernte, redete anfangs jede Dame mit “Frau” = “Femeia” an, was fast einer Beleidigung gleich tönte. Die Damen sagten ihr aus Höfflichkeit zwar nichts, aber dann merkte sie ihre Gesichter und von nun an redete si alle mit “Signora” bis sie von ihrer Freundin erfuhr, dass Signora rumänisch “Doamna” heisst, equivalent mit Herrin. Man sagt und schreibt auch hier “Frau X” aber höfflich redet man eine Frau mit “meine Dame” an.

  56. Julia says:

    Danke Yael für den Link, ich habe soeben einen Cognac zum Wohle Gilad getrunken! Ich bin wirklich froh, dass es gut ausgegangen ist!

  57. jerry says:

    besser als befürchtet ausgegangen, es wurden damals 3 von Gilads Kameraden ermordet

  58. Jochanan says:

    Gilad ist wieder zuhause und ich bin, trotz der Bedenken wegen der entlassenen Verbrecher, froh und stolz auf dieses Land und sein Volk, und seine Regierung! Am Israel Chai!

  59. Rainer Lang says:

    Liebe Juli, ich denke wir sollten nicht vergessen, die Verantwortung die Micha (Wolffsohn) trägt. Micha kann nicht so frei reden, wie wir hier Dank Uli. Ich selbst bin in Management tätig und kann Micha deshalb gut verstehen, weil ich jeden Tag mir sehr genau überlegen muss, was ich zu wem und wie sage. ich denke Micha macht einen sehr guten Job und sicherlich viel besser als ich.

  60. Rainer Lang says:

    “Nach 5 Jahren und 4 Monaten in der Geiselhaft der Hamas hat die IDF heute Gilad Schalit nach Hause geholt. Auch wenn der Preis sehr hoch ist, beweist doch grade die Bereitschaft ihn zu zahlen: Israel ist nicht von Rache und Hass getrieben, sondern von dem Wunsch in Frieden und Sicherheit zu leben, und keinen seiner Bürger dabei zurück zu lassen.”
    http://clarificationoffact.wordpress.com/2011/10/18/gilad-schalit-ist-endlich-frei/

  61. Julia says:

    Lieber Rainer, ich verstehe nicht, was für eine Verantwortung Micha W. trägt bzw. tragen muss. Ist er etwa ein “Beauftragte”, ein Botschafter? Un sein letzter Satz macht ihn auch nicht laubwürdiger. Wie auch immer, er trägt es so dick auf, dass selbst einem Blinde auffällt.

    Haben ihn etwa die Eltern von Gilad beaftragt, diesen Artikel zu schreiben? Es wäre besser, wen er bei der Geschichte bleibt, wovon er mehr versteht. Wir hier lassen uns von einem Dr. Titel keineswegs beeindruckt, sondern von dem Ergebnis einer Arbeit, egal welcher Art auch immer. Auch hängen wir den Titel an das Türschild zu Hause nicht.
    Er sich nur auf die Tatsache konzentrieren müssen, dass Israel niemals seine Bürger im Stich lässt und alles tut, um Soldaten und Zivilisten, die in feinfdlichen Händen geraten sind, nach Hause zu holen (wie alle anderen, die zum Thema Artikel geschrieben haben und beide Aspekten dieses Austausches angesprochen haben). Aber das, was er über die ganze mediale Campagne um Gilads Befreiung geschrieben hat, hätte er sich ersparen sollen. Im Klartext: Man kann Bibi politisch erpressen, was ein Wink für seine Gegner ist. Seine politische Meinung duechsickert eine gewisse Schadenfreude, dass man quasi Bibi bekniet hat.

    Man kann sehr viel sagen, wenn man weiss wie, und ich habe es immer getan. Das Geheimnis liegt darin, dass man das, was man sagt so formuliert, dass man eine unerwünschte Replik oder gar Aktion vom Vornherein vermeidet und das kann man nur, wenn man sich an Stelle des anderen versetzt, und das gilt in allen Bereichen des Lebens. Das lernt man freilich nicht an der Uni, sondern durch Lebenserfahrung, durch Beobachten und gut Überlegen.

  62. A.mOr says:

    Liebe Madame :P Julia, doch, ich verstehe, was Du meinst (übrigens sehr nette Geschichte! „signora/doamna“), aber ich drücke mich manchmal ganz „antique“ aus, diese, meine „liebe Frau“ war nicht so gemeint, wie Du’s aufgefaßt hast, aber ich verstehe die Wendung, insofern wäre es auch möglich gewesen, von Fall zu Fall, das ich mich so ausdrückte, wie Du annahmst.
    Ich meinte es aber gut, ich mein, ich bin schon auch ein „hoffnungsloser Romantiker!“
    Oder anders gesagt (ich wiederhole jetzt mal einfach:) „Lieber mit einem Lächeln abtreten, als im Leben vor Gram schon tot sein.“

    Heute ist der Tag, an dem Gilad sein neues Leben beginnt, soweit ich weiß, befindet Israel sich derzeit im „Ausnahmezustand“, wir sind alle nur froh!!!
    Und das war mein „Gänsehautbild“ heute (stell Dir vor, Gänsehaut aus Freude!):
    Gilad und Vater, Bibi, Ehud.

    Die Palis indes bemühen sich anscheinend schon heute, daß wir nicht froh sein sollen, brüllen gleich schon wieder „Krieg!“.

    Das ist eben deren Problem, alleine das erklärt schon sehr viel darüber, warum ein Frieden rund um Israel nicht möglich erscheint. Heute, wenigstens heute, scheinen auch die Nachrichtenmacher hierzulande das ein klein wenig verstanden zu haben…

    Nuja, egal, guck mal das Video (ist nur kurz), mein Favourit ist gleich der Anfang:
    http://www.youtube.com/watch?v=-XoJyksg-0w&w=640&h=360

  63. A.mOr says:

    Und mit herzlichem Dank an Lila, die mich auf diesen link aufmerksam machte, Für alle, die glauben, daß Gilad gerade mal von einem „Wellness-Urlaub“ heimkehrt, und die Palis aus der „israelischen Hölle“:
    israellycool

  64. W. Caldonazzi says:

    Lieber Uli!

    Danke für deine Arbeit. Dein Blog ist für den deutschsprachigen Raum eine authentische israelische Stimme, die viele Leser erreicht und zum Nachdenken anregt. Ich habe ihn schon vielen nichtjüdischen Bekannten empfohlen und nur positive Rückmeldungen erhalten. Auch jüdische Leser lernen ihn schätzen, wenn man sie erst einmal darauf aufmerksam macht.

    Ich freue mich, dass Gilad frei ist. Wenn ich mir den Jungen anschaue, sehe ich seine Leidensgeschichte. Was er erlitten hat, sieht man ihm an. Und ich werte es als Sieg über die Barbarei, dass sein Land ihn aus den Händen von terroristischen Mördern freigekauft hat. Auch wenn der Preis hoch war, ist sein Leben doch allemal diese 1027 Verbrecher wert.

    Alle Staaten sollten sich an Israel ein Beispiel nehmen. Jeder Soldat der IDF kann darauf vertrauen, dass das Volk, für das er sein Leben riskiert, ihn nicht vergisst und alles tut, ihn zurückzuholen.

    Auch die Hinterbliebenen der Terroropfer heißen letztendlich diesen moralischen Imperativ gut, auch wenn es sie schmerzt, dass die Mörder ihrer Kinder frei kommen.

    Allerdings halte ich es für verfehlt, vom sicheren Deutschland/Österreich oder von der Schweiz aus, den Israelis gute Ratschläge zu erteilen. Hier wurde anfangs daran gezweifelt, dass Gilad überhaupt noch lebt. Wir sollten das getrost den Israelis überlassen. Sicher wissen die besser als wir, was Fakt ist.

    Was du schreibst, kann nicht eindringlicher gesagt werden:
    „Moege uns trotz allem, und wenn es denn nun schon passiert, der Austausch Gilad Schalits innerlich einen und nicht auseinanderbringen, so scheuslich und ungerecht er auch ist.“

    Am Israel Chai

  65. Julia says:

    Lieber A.mOr, was ich meinte ist, dass man mich nicht formel anreden muss, auch wenn ich altersmässig deine Grossmutter sein könnte.

    Ein „hoffnungsloser Romantiker“ zu sein finde ich gar nicht so schlecht, wie du vielleicht denkst, dass ich denke. Ob Romantiker stets mit einem Lächeln durchs Leben gehen, weiss ich nicht.

    Ich muss gestehen, dass ich sehr, sehr bewegt war zu sehen, wie abgemagert Gilad Shalit zurückgekehrt war und wie gut ernährt die Mörder in die Freiheit entlassen wurden. Wir können nicht mal ahnen, was er alles durchgemacht hat. Ich habe in den letzten Tagen sehr intensiv an ihn und an seine Eltern gedacht und mir gerade diese bewegende Momente vorgestellt, als ob sie bereits statt fanden. Gilad und Vater… Ein sehr bewegendes Bild, das mehr beinhaltet als ein Buch.

    Deinn Spruch: „Lieber mit einem Lächeln abtreten, als im Leben vor Gram schon tot sein.“ werde ich es mir merken.

    “Die Palis indes bemühen sich anscheinend schon heute, daß wir nicht froh sein sollen, brüllen gleich schon wieder „Krieg!“.” Ja, hast du denn was anderes von ihnen erwartet? Das brühlen sie doch seit 64 Jahren. Schlimmer – wenn auch nicht überraschend – finde ich, wenn die MSM über den Austausch so berichteten, als ob gleichwertige Kriegsgefangene heute ausgetauscht worden sind.

  66. W. Caldonazzi,

    danke.

  67. Yael says:

    W. Caldonazzi

    danke. Dem schließe ich mich mit jedem Wort an.

  68. A.mOr says:

    @W.Caldonazzi

    „Alle Staaten sollten sich an Israel ein Beispiel nehmen. Jeder Soldat der IDF kann darauf vertrauen, dass das Volk, für das er sein Leben riskiert, ihn nicht vergisst und alles tut, ihn zurückzuholen.
    Auch die Hinterbliebenen der Terroropfer heißen letztendlich diesen moralischen Imperativ gut, auch wenn es sie schmerzt, dass die Mörder ihrer Kinder frei kommen.“

    Da schließe ich mich dem Dank meiner Vordanker ;) an, auch für’s übrige Wort (also nochmal an Uli: Danke!)

    Und auch erlaube ich mir nocheinmal die Worte Ulis zu zitieren:

    „Moege uns trotz allem, und wenn es denn nun schon passiert, der Austausch Gilad Schalits innerlich einen und nicht auseinanderbringen, so scheußlich und ungerecht er auch ist.“

    Wie ich schon zu einem Artikel von Lila auf ‘Spirit of Entebbe’ äußerte:
    „Und das Verhalten von Israels Bevölkerung in dieser Sache vor und zur Freilassung von Gilad ist ein leuchtendes Beispiel vor den Augen der ganzen Welt! Boruch hoschem!“

    Gepriesen sei Unser Schöpfer elojhejnuejchod, daß Er uns segnet und uns, in Israel und außerhalb dem erez Zeugen und Täter zu dieser moralisch kaum zu bewertenden Hochleistung werden läßt!
    Gepriesen und gesegnet sind wir durch Den Gepriesenen!

    Denen, die nun angesichts ihrer eigenen Opfer von Mordlust und Mißgunst besorgt sind, und jene, die besorgt sind, daß nun wieder Mehrfachmörder frei herumlaufen, ohne eine Spur von Reue zu zeigen, !im Gegenteil!, auch sie werden verstehen, daß dieser „Handel“ letztendlich zum Guten ist.

    Wir können niemals einen Mörder von dessen Absicht abhalten, aber es ist alleine in der Verantwortung des Mörders, ob dieser gegen die Welt handelt, oder ob er letztendlich doch zu Reue findet und von seinem schändlichen Tun abläßt.
    Diese Chance nun haben viele Mörder in Freiheit, daß sie umkehren. Wenn es auch unwahrscheinlich ist, und doch kann man kaum mehr tun, um ihnen zu helfen.

    Israel hat perfekt gut gehandelt.
    Am jisrael chai!

  69. A.mOr says:

    Hallo, liebe Julia,
    keine Sorge, ich behandle Dich auch „nur“ mit dem Respekt, den ich versuche insgesamt allen guten Menschen entgegenzubringen :P
    „hoffnungsloser Romantiker“ ist ja so ein feststehender Begriff, ich hätte für mich gewitzterweise lieber so formulieren sollen: „hoffnungsfroher Romantiker“, und das bin ich, Geschöpf Seiner Welt, und ich liebe das Schöne in ihr, welches Er uns erlaubt. Soviel Sorge, soviel Schlimmes ist in dieser Welt, ich weiß es, aber will ich mich davon besiegen und erniedrigen lassen?
    Also bleibt es an uns, die den Glauben nicht verloren haben, mit unserem Wort und unserer Tat dem Schönen dieser Welt stets neuen Inhalt und Bestätigung zu erlauben.
    Nein, meine Liebe, Romantiker gehen nicht stets mit einem Lächeln durch die Welt, doch würde es Freude und Glück geben, würden wir es schätzen, wenn wir nicht Trauer und Leiden kennten?

    Ja, guter Gilad, nun ist er zuhause bei seiner Familie und ein ganzes Volk Israel hat ihn warm und herzlich empfangen, unseren abgemagerten Jungen, mit den Augenringen, wie schändlich ihn die Ägypter noch vorführten(!), es ist zum Weinen und Brüllen, wie soll ich es sagen(?), es darf nicht gesagt sein, aber wir müssen, wenn es so sein muß, entschlossen und direkt handeln.

    „Sie“ reden ihre schlechte Rede und handeln schlecht, wir reden gute Rede und handeln konsequent. Mehr können wir ihnen nicht geben, das ist der höchste Respekt.

    Über die MSM brauchen wir wohl nicht viel sagen, vielleicht…doch: schon seltsam, da steckt doch irgendwie S&M drinnen, täusche ich mich?
    Oj, die haben echte Probleme!

    Von einem ‘hoffnungsvollen Romantiker’ an Julia, ;)

  70. [...] mehr als 10.000 Euro im Monat Emotionen: 71* | 3* | 3* In Blogs gefunden: Kommentar zum &39;Einer gegen Tausend&39; Gefangenaustausch ARO1 Geheimdienstchef Yoram Cohen sagte im Rundfunk dass 60 Prozent vorzeitig freigelassener Terroristen [...]

  71. Julia says:

    @A.mOr says:
    October 19, 2011 at 18:06

    Lieber A.mOr schon längst nicht mehr so aktuell, aber offensichtlich habe ich an dem Tag einige Kommentare verpasst. Sonst hätte ich bestimmt dir geantwortet. Ich musste meinen Computer neu vom Null laden, da er plötzlich sich zu verhalten anfing. Habe so meine Tricks, dass ich das in Rekordzeit schaffe.

    Ich erwarte von meinen Mitmenschen, dass sie mich mit demselben Respekt behandel, wie ich sie oder mit dem den ich verdiene, unabhängig vom Alter, Herkunft, Glaubenszugehörigkeit, Ausbildung, etc.

    “Also bleibt es an uns, die den Glauben nicht verloren haben, mit unserem Wort und unserer Tat dem Schönen dieser Welt stets neuen Inhalt und Bestätigung zu erlauben.” Das hast du sehr schön formuliert und es ist auch das was ich täglich versuche.
    Wenn ich dich als hoffnungloser (also gut, hoffnungsvoller) Romantiker bezeichnet habe, war doch keineswegs negativ gemeint. (Das habe ich in einem verschwundenen Betrag geschrieben). Ich habe nämlich das grosse Glück gehabt, dass zwei solche Männer mich den grössten Teil meines Lebens begleitet haben, einen habe ich hier oft erwähnt. Aber das Leben muss weiter gehen, und ich selbst würde gerne auf Trauer und Leid verzichten, weil ich genug Zeit hatte, beides viel zu oft zu erleben. Muss man unbedingt das Böse kennenlernen, um das Gute zu schätzen? Ich glaube nicht.

  72. Julia says:

    Ulrich, das finde ich Spitze (wie Rosenthal sagte), wenn immer mehr Webseiten, Artikeln von dir publik machen! DANKE!!!

  73. A.mOr says:

    Liebe Julia, nein nein nochmals nein :P
    Ganz ehrlich, ich habe das nicht negativ aufgefaßt, „hoffnungsloser Romantiker“ (oder eben „hoffnungsvoller Romantiker“ :D ), wenn schon irgendwie negativ konnotiert, dann doch nur im Sinne eines „schönen Träumers“, der eben „Anpassungsschwierigkeiten“ an den Realitäten hat, wie andere sie gestalten (wollen).
    Aber ein „Schöndenker“, wem soll denn dieser was ungutes sein?
    Höchstens eben Neidern, etc.
    Ansonsten sind die Romantiker doch eher „stille Wässerchen“, nehme ich an, sie stören nicht (oh, bald ein wenig zynisch diese Formulierung, schmeckt nicht so gut..), sie sind im Lärm der großen Töne häufig schlicht ungehört, oder auch als „Spinner“ abgetan. Aber sie ermöglichen uns auch einen Zugang zu den Herzen…

    Wir sollen bei unseren „intellektuellen Höchstleistungen“ nicht den Zugang zum Herzen verschütten, so sehe ich das;)
    Nu, Du hast offenbar selbst diese Erfahrung. Und es war offenbar ein gute Erfahrung. Davon wünsche ich Dir noch viel mehr…
    Leiden, Traurigkeit, sie begleiten unser Leben, hoffentlich auch Glück, Freude, Gesundheit, Dir, mir, uns allen, allen!

    Muss man unbedingt das Böse kennenlernen, um das Gute zu schätzen? Ich glaube nicht.

    Ich hoffe nicht.
    Ich hoffe, daß das nicht notwendig ist, weil ich (genug) davon weiß.

    Was ich vor längerer Zeit gerne gelesen habe: ‘der kleine Prinz’ von Antoine de Saint-Exupéry:

    „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

  74. Julia says:

    Lieber A.mOr, du beeindruckst mich immer mehr mit deiner Denkweise, vielleicht schon deshalb, weil sie mir so vertraut ist und ich sehr schätze, aber selten vorkommt. Ich wünschte, dass alle Menschen so denken und entsprechend handeln, aber leider ist es nicht so. Nur die lauten, schrillen Töne werden wahrgenommen und finden bei der Mehrheit Zustimmung. Dabei könnte es so schön sein, wenn alle Menschen untereinander in Harmonie leben könnten, wenn Neid, Missgunst, Eifersucht und Hass das, was wir Seele zu nennen Pflegen, nicht vergiften würden und die Denkweise und Handlung der meisten Menschen nicht beeinflussen würden. Man sollte nie jemanden beneiden, denn man weiss ja nie wofür ihn man beneidet…

    Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass du die junge Dame findest, die dich zu schätzen weisst und dir ebenbürtig ist. Eine sehr kluge Partnerin, mit der du über alles reden kannst, ist Goldwert. Ich sage es immer wieder: “Schönheit vergeht, aber Dummheit besteht” (das ist von mir).

    Ja, “Den kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry “ – ein politisches Märchen habe ich auch gelesen. Ich habe das Buch aus der CH bekommen.
    „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar” …
    UND: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“.

    Aber, wie ein CH-Major in dem Film “Gilberte de Courgenay” sagte: “Wir alle wünschen uns mit vielen Millionen Menschen den Frieden, aber bis es so weit ist, müssen wir wachen und wachsam sein…” und so kann man auch sagen, dass so lange nicht alle “mit dem Herzen sehen”, dürfen wir die Augen nicht zu machen, sondern genau hinschauen, wem wir vertrauen können und wem nicht, wer uns achtet oder verachtet, wer uns liebt und wer uns hasst. Selten, sehr selten kann man das Böse mit dem Guten besiegen.

  75. A.mOr says:

    Liebe Julia, Danke.
    Möchte mich hier gerade nur kurz fassen, wir beide bleiben ja „am Ball“…
    Ein von mir geschätzter Mensch hat mir gerade ein sehr schönes Lied gepostet, vielleicht gefällt’s Dir? Ach, nur so…
    http://www.youtube.com/watch?v=y4Vygt4n174
    Doch, ich stimme Dir zu, weiß nur nicht recht, wie ich mich ausdrücken soll. Danke für Deine lieben Wünsche! Bin vielleicht etwas überarbeitet heute. Du gibst viel Weisheit von Dir, schöne Wünsche, laß es Dir niemals verderben von den Miesmachern, die ständig nur hetzen und das Üble immer nur in dem anderen sehen. Oft, meistens benennen sie nur das Üble von sich selbst, und werfen es wie faule Eier (zB) auf andere. Besonders gravierend findet das eben gegen Juden statt, so lange schon…

    Klar, Unrecht soll benannt und angeprangert sein, damit es behoben werden kann, aber tatsächlich ist das Rufen und Jammern und Prangern etc so oft das Unrecht selbst. Ja, die lauten übertönen häufig die Stimme des Herzens und der Weisheit, ‘tiefer Schmerz’ hat kaum Kraft so laut zu klagen, das ist nuneinmal so. Es freut und betrübt mich, das Du das verstehst. Aber am Ende ist’s doch gut, denn mit Deiner Erfahrung kannst Du dem, der/die fragt, guten Rat geben, wichtiger und sehr viel schwerer jedoch, den guten Rat selbst zu befolgen…

    Wie Du mir Dein „Jom Kippur“ erklärt hast, das ist richtig, die geschlossene Faust mit den geschlossenen Fingern an die Brust. Was kann ich tun, um die Welt zu verbessern…Der Anfang jedoch ist man selbst. Das „Gefäß“, also wir selbst, sollen „sauber“ sein.
    Es ist schwer, aber doch eine gute Hilfe, wenn man sich bewußt ist, daß haschejm jeden noch so kleinsten Winkel deiner Seele, deines Herzens, deines Gewissens, alles kennt.
    Deshalb gibt es die Tora, im Kern die zehn Gebote, sie sind uns anempfohlen um uns als Menschen einen gerechten und guten Umgang zu ermöglichen. Sie sind viel eher Vernunft als Religion.

    Religion, für mich habe ich’s ja schon etwas beschrieben, ist eine „innere Angelegenheit“, deshalb habe ich es versucht mit „Spiritualität“ zu umschreiben…

    Danke nochmals. A.mOr.

  76. Emre says:

    Ein herzlicher Glückwunsch von uns Türken an die Palästinenser für diesen großartigen Verhandlungserfolg.

    Mehr als 1000 Freiheitskämpfer für ein jüdisches Soldatchen. That’s the way.

    Ist übrigens auch eine Ohrfeige für Abbas und dessen zögerliche Politik.

    Die Hamas hat gezeigt, wie man mit Juden verhandeln muss.

  77. Julia says:

    Emre turka bre, wieder aus dem Loch rausgekrochen?
    Richtig erfasst: Ein israelischer Soldat ist mehr als 1000 Balastinenser wert! So sah es auch in den Augen der Welt.

    Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Die Hamasiden, die jetzt freigekommen sind, sind sich nicht alle ihres Lebens sicher, denn die Hamas ist misstrauisch und verdächtigt viele von ihnen (sogar zurecht), den Israelis wichtige Informationen geliefert zu haben und einige von ihnen werden alles tun, um wieder in israelischen Gäfängnissen zu landen, wo man doch so ein gutes Leben führt ohne Risiko. Keine Sorge, ausserdem schnappen sich die Israelis einen grossen Teil von ihnen so wie so wieder.

    Ach, du armer Türke, sei du versichert, das dir diese Schadenfreude, die allerdings nicht mal begründet ist, in einigen Monaten vergehen wird…. Stichwort: Gerald Celente. Der hat nämlich eine unmissverständliche Botschaft für euch… Aber die kennst du doch.

  78. codinenc says:

    @ Emre:
    Kurdische Rebellen töten Soldaten und Polizisten:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,792628,00.html

    Einen herzlichen Glückwunsch von mir an die mutigen PKK Rebellen. That’s the way.

    Ist übrigens auch eine Ohrfeige für Erdogans Repressionspolitik.

    Die PKK hat gezeigt wie man mit türkischen Landräubern umgeht.

    – Na, merkst du was, eşekoğlu eşek?

  79. jerry says:

    http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Maps/10/30_40.php

    dauert nicht mehr lange….

    dann ist Istanbul dran, mit mehreren Millionen Toten

    ruf die schonmal an

    http://www.zaka.org.il/index_e.php

  80. jerry says:

    זק”א משרד ראשי: רח’ יפו 234 ת.ד. 36060 ירושלים 91360. טל: 02-5015120 פקס: 02-501512

  81. jerry says:

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/149225#.Tq10nTzz27s

    Turkey Earthquake Death Toll Nears 600, Recovery Begins
    Turkey has ended efforts to rescue victims of last week’s 7.2-magnitude earthquake and has begun to focus efforts on helping the homeless.

    das war noch nix

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