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Aro1 ist seit 17:18 wieder online. Deutsche Stiftung finanziert antisemitische Aktivitäten  | ARO1 – Israel, der Nahe Osten & der Rest der Welt

Danke an Renate fuer die Uebersetzung dieses Artikels von Eldad Beck auf Ynet. (Der Originallink von Ynet funktioniert nicht mehr.)


Kurze Anmerkung von Ulrich J. Becker:
Wenn eine Stiftung sich schon in Verbindung mit dem Holocaust den Namen “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” gibt, riecht das fuer micht sehr brenzlich. Diese drei Worte in dieser Reihenfolge und ihrer ‘politischen Korrektheit’ geben so ziemlich genau eine sehr eklige Strategie von ‘neuen’, ‘politisch-korrekten’ Antisemiten wieder. Ihre Ideologie lautet in etwas wie folgt:

Wir haben den Juden im Holocaust furchtbares Elend angetan. Wir haben daraus gelernt und sind jetzt moralisch gelaeutert. [Erinnerung] Die Juden aber hat es moralisch verdorben und sie muessen jetzt die erfahrenden Grausamkeiten (an die ‘Palaestinenser) weitergeben. Deswegen sind wir jetzt dafuer verantwortlich diese armen, ‘neuen Opfer’ vom Nazi gewordenen Juden zu retten. [Verantwortung] Das ist naemlich die ‘echte’ Lehre aus dem Holocaust. Und wenn wir das richtig verstehen und uns ordentlich organisieren koennen wir das ‘juedisch-zionistische Naziregime’ in Israel – wie in Suedarfika – zum Fall bringen und die Welt vor diesen unmoralischen, gestoerten ‘Faschojuden’ retten, indem wir ihren Staat zerstoeren oder ‘entzionisieren’ (entjudaisieren). [Zukunft]

Soviel dazu, hier der Artikel:
Eldad Beck, YNET, 19.09.2011
Eine Stiftung, die ursprünglich gegründet wurde, um Opfer der Nazidiktatur zu entschädigen, finanziert “Bildungsbroschüren”, die Israels Existenzrecht in Frage stellen.
 

Yedioth Ahronoth hat in Erfahrung gebracht, dass die finanziellen Mittel eines Entschädigungsfonds für Zwangsarbeiter unter der Nazidiktatur verwendet werden, um antiisraelische Aktivitäten zu finanzieren, von denen einige eindeutig antisemitischer Natur sind.
Die deutsche Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” wurde vor elf Jahren gegründet, um Naziopfer, die während des zweiten Weltkrieges zur Zwangsarbeit verschleppt wurden, zu entschädigen. Nun stellt sich jedoch heraus, dass ein Teil der Gelder für Ziele ganz anderer Art verwendet wird.
Yedioth Ahronoth liegen eine Broschüre sowie antisemitische Propaganda und antisemitische Zeichnungen vor, die diese Stiftung finanziert hat. Gestaltet wurden diese Materialien zum Abschluss eines studentischen Austauschprogramms zwischen Studenten aus Nazareth und Studenten aus einer ostdeutschen Stadt.
Die Broschüre gibt vor, die Rechte junger Deutscher und junger israelischer Araber im Bildungswesen zu untersuchen und zu vergleichen. Tatsächlich aber findet sich in der Broschüre die unverhohlene Aufstachelung zum Antisemitismus, und zwar derart, dass das Existenzrecht des Staates Israel in Frage gestellt wird.
Eine der Zeichnungen stellt zum Beispiel einen Vergleich zwischen einem Klassenzimmer in einer “jüdischen Schule” und einem “palästinensischen” Klassenzimmer an. Im jüdischen Klassenzimmer sitzen fünf Kinder mit Schläfenlocken und Käppchen bequem an geräumigen Tischen. Das “palästinensische” Klassenzimmer dagegen wird als ein Raum dargestellt, der mit Dutzenden von Kindern überfüllt ist, Spinnweben an den Wänden und zu kleine Tische hat.
Eine weitere Zeichnung zeigt zwei junge Männer im “Heiligen Land”: einen hellhäutigen (Juden) und einen dunkelhäutigen (Araber). Der Jude steht vor einen Panzer und sagt dem Araber, er solle mit ihm gut Freund sein, und der Araber hat keine Wahl außer gezwungenermaßen “Ja” zu sagen.
Finanzierung palästinensischer “Geburtsrecht-Reisen”
Die Texte der Broschüren sind derselben Art – und zwar dreisprachig in Deutsch, Englisch und Arabisch. Während die englischen Texte vorwiegend von “Israel” sprechen, sprechen die arabischen Texte von “Palästina” und vergleichen dessen Teilung mit der Teilung Deutschlands.
Außerdem werden die Lebensumstände unter der kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland mit dem Leben in Israel verglichen. “Die Geschichte Palästinas und Deutschlands ist ähnlich”, schreibt ein Student aus Nazareth. “In beiden Ländern gab es die Notwendigkeit für ein besseres Leben zu kämpfen.”
Die Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” ist ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Industrie und der deutschen Regierung. Gegründet aufgrund internationalen Drucks, wurden große deutsche Firmen dazu gebracht, ihre Weigerung Entschädigung für jüdische und nicht-jüdische Zwangsarbeiter zu leisten, die während des Krieges ausgebeutet worden waren, zu revidieren.
Seit ihrer Gründung hat die Stiftung relativ kleine Geldbeträge an jene Zwangarbeiter überwiesen, die 60 Jahre nach Ende des Krieges noch am Leben waren. Die restlichen Gelder sind “für Projekte, die der Nazi Opfer gedenken, die für Menschenrechte eintreten und die das Verstehen zwischen den Nationen fördern” vorgesehen.
Dies ist nicht der einzige Fall, bei dem diese deutsche Stiftung es vorzieht, Projekte zu finanzieren, die nichts mit Naziverbrechen, dafür mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt zu tun haben. Vor etwa zwei Monaten finanzierte die Stiftung eine “Geburtsrecht-Reise” nach Israel für eine Gruppe Palästinenser, die in Deutschland leben.
Die Stiftung war zu keinem Kommentar bereit.


13 Comments to “Deutsche Stiftung finanziert antisemitische Aktivitäten”

  1. Moe A. says:

    [Kommentar Ulrich J. Becker: Normalerweise kommt so ein antisemitisches Zeug gleich in die Blogmuelltonne, aber da dieser Judenhassene nette Kerl hier so freundlich ist meine ‘neue Antisemitenstrategie’ in Deutschland Punkt fuer Punkt zu bestaetigen und vorzufuehren, wollte ich das als bereicherndes Forschungsobjekt den Lesern nicht vorenthalten:]

    Israel hat ein Recht auf Existenz, aber nicht im Heiligen Land und vorallem nicht mit der von Israel und allen Israelis betreibender Vernichtung, Vertreibung, Verstümmelung und Vergewaltigung der Ureinwohner. Wo ich herkomme nennt man so was Raubmord und somit sind alle ZionIsraelis Täter. Israel ist kein Stück besser als Nazideutschland, nicht im Gedankengut, nicht im Handeln und nicht in den millionenfach begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

    Ok, ihr wollt israel auf jeden Preis, dann von mir aus, aber in der Ukraine, in Deutschland oder auf dem Mond ja, ansonsten NEIN.

    Ich persönlich unterstütze jede Aktion gegen Israel, denn ich habe aus der Nazizeit gelernt, was die geisteskranken ZionIsraelis haben. Aber kein Wunder, es war zionistisches Geld den man der NSDAP gab und so überhaupt die Shoha ermöglichte.

    Vermutlich wart ihr alle bei IDF, bricht das Schweigen. Redet was ihr in Lagern einsperrten, ausgehungerten und unbewaffneten anders denkenden und Andersgläubigen angetan habt, ist leider die einzige Chance auf Erlösung.
    Peace Now!

  2. Zahal says:

    Wird also wieder einmal ein Schreiben fällig.

    Zu dem Antisemiten, das ist kein Teutscher, dat ist ein Tügge……

  3. zeckenzange says:

    Der Typ hat beim Kameradschaftstreffen keine Schickse abgekriegt. So what: fuck it!

  4. zeckenzange says:

    @ Zahal
    Was, nicht mal `n echter Germane? Also, die Diakonie bietet zertifizierte Deutsch-Kurse an, auch für 5-Klässler aus Ost-Tükistan. Da schlummert noch Potenzial, escht, eh, Alder.

  5. […] Staat zerstoeren oder ‘entzionisieren’ (entjudaisieren). [Zukunft] Ulrich J. Becker, aro1, 21.09.11 darüber, wie man offenbar den Namen der „Stiftung Erinnerung, Verantwortung, […]

  6. […] aber auch strukturell im jeweiligen Bildungswesen verwirklicht oder aber verletzt werden”, israelischen oder in Israel lebenden Journalisten aufgefallen, da es offenbar wenig zu […]

  7. […] aber auch strukturell im jeweiligen Bildungswesen verwirklicht oder aber verletzt werden”, israelischen oder in Israel lebenden Journalisten aufgefallen, da es offenbar wenig zu […]

  8. […] Elite immer wieder so zu sein, dass Antisemitismus von ihr gefördert werden muss. Aktuelles Beispiel ist die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, die in scheinheiliger […]

  9. Julia says:

    @Moe A. – September 21, 2011 at 21:12 und an deinesgleichen

    WER HAASMÜLL VERBREITET WIRD SCHLUSSENDLICH IM EIGENEN HAASMÜLL ERSTICKEN. SOLCHEM ABSCHAUM WIE DIR KANN AUCH NICHTS GERECHTERES PASSIEREN.

    Ich kann dir profezeiehen, dass du und deinesgleichen bald nicht mal die Zeit haben werdet euch die Augen aufzureiben, wenn der Spiess umgedreht wird, und wiegt euch nicht in Sicherheit, ihr Abschaum der Gesellschaft: Antissemiten, Neonazis, Türken ohne Bildung und Perspektiven und Linken, die durch Gehirnwäsche in die Kloacke gefallen seid, aus der man keinen Ausweg mehr gibt.

    Ihr werdet die ersten Opfer eurer eigenen krankhaften Ideologie. Ihr seid schlimmer als Pest und Cholera aber jede Seuche kann man mit geeignerten Mittel bekämpfen. Ich wünsche dir, dass du das auf deinem eigenen Leib erfährst und das wirst bestimmt, das garantiere ich dir! Schon bilden sich schwarze Wolken über eure kranken Köpfe, wie Damokles Schwert.

  10. Julia says:

    @ alle, die den Israels untergang wünschen:

    Solche Ziele werden sich NIE erfüllen. Mögen alle Feinde Israels das Schicksal haben, das sie Israel wünschen! Möget ihr alle, Feinde Israels und Antisemiten aller Couleur, in dem Grab verenden, das ihr anderen schaufelt! Allah ist gross und hat für euch alle genug Platz in seinem Zelt in der anderen Welt, wo ihr kein Unheil mehr einrichten könnt. So steht es geschrieben und so wird es geschehen! Die Takkya hat ausgedient:

    http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=6598

    Selbst viele israelischen Araber sind gegen die Ziele Abas und Co.

    Juden und Israel werden ewig existieren, aber ihre Feinde werden sich langsam aber ganz sicher durch eigene Bossheit, Neid und Dummheit selbst vernichten.

  11. Rainer Lang says:

    Interessant die Wortschöpfung “ZionIsraelis”. Konnte bisher keine Referenz er-googeln. Vielleicht eine spontane kreative Leistung, sozusagen als Geschenk für uns?

    Erinner mich irgendwie an das Wortungetüm “NeoconNazis”, welches bis 2005/2006 auch in gewissen linken deutschen Bloggerkreisen verbreitet war. Ich ahna das was.

  12. […] werden. Nebenher betreibt sie aber auch „Friedensprojekte“, darunter eines, das jetzt mächtig unter Beschuss kam: eine „Bildungsbroschüre“, die von Austauschschülern aus Nazareth und dem […]

  13. http://www.usahm.de/Sahm/EVZ/Statement%20HEAR.pdf

    STATEMENT
    Stiftung EVZ bedauert missverständliche Projektpublikation
    Berlin, 26. September 2011. Im Artikel „Of German, Arabs and Jews. Compensating with
    Hatred“ von Eldad Beck, erschienen am 18. September 2011 in Yedioth Ahronoth sowie im
    Artikel „German Shoa fund entangled in anti-Semitic project“ von Benjamin Weinthal, erschienen am 25. September 2011 in der Jerusalem Post, wird die Broschüre eines deutschisraelischen Schüleraustauschprojektes kritisiert.
    Es handelt sich um das Projekt HEAR des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums in Wernigerode und des Masar Instituts for Education in Nazareth zum Thema „Humans, Education
    and Awareness to their Rights (HEAR) – Jugendliche aus Israel und Deutschland erforschen
    die Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung in ihren Ländern“. Das Projekt fand im
    Schuljahr 2010-2011 statt. In der 30-seitigen Broschüre legen die beteiligten SchülerInnen ihre Ergebnisse in Wort und Bild da…

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